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Vier-Schanzen-Tournee: Gmunder Skispringer geht auf Weitenjagd

Der Lenggrieser Skispringer Moritz Baer ist zum dritten Mal bei Vierschanzen-Tournee dabei. 

Oberstdorf/Lenggries – Das Auftaktspringen in Oberstdorf am Sonntag ist die erste Station der prestigeträchtigen Vier-Schanzen-Tournee. Und mit Moritz Baer befindet sich auch ein Isarwinkler unter den Athleten, die für den Deutschen Skiverband an der Schattenbergschanze auf Weitenjagd gehen. Der 22-Jährige ist in Lenggries aufgewachsen und ging zunächst als Bub bei Skirennen für den SV Wackersberg-Arzbach an den Start. Als Baer mit elf Jahren die Faszination des Skispringens packte, wechselte er zu den SF Gmund-Dürnbach.

Mittlerweile ist es schon seine dritte Teilnahme an der Tournee. „Wer diesen Sport betreibt, will unbedingt einmal dabei sein. Für mich hat sich 2017 ein Traum erfüllt“, gesteht der erste Tournee-Springer aus dem Oberland überhaupt. Allerdings gehört Baer in dieser Saison nicht zur nationalen Gruppe (die ausrichtende Nation erhält mehr Startplätze), sondern zum gesetzten Team.

Skispringer Moritz Baer: „Ich freu mich riesig“

Rund 50 000 Zuschauer werden zu den beiden Wettbewerben auf deutschem Boden in Oberstdorf und in Garmisch-Partenkirchen erwartet. Nervös ist der mittlerweile in Berchtesgaden wohnende Lenggrieser angesichts der Kulisse aber nicht: „Ich freue mich riesig. Die Stimmung ist bei jedem Springen fantastisch. Mein Ziel ist es, bei allen vier Stationen am Start zu sein. Denn die Schanzen in Innsbruck und Bischofshofen mag ich auch sehr gerne.“

Die Voraussetzungen, das Ziel zu erreichen, sind gut. Immerhin nimmt Baer in der Weltcup-Gesamtwertung momentan mit 22 Punkten den 36. Platz ein, landete bei sieben Wettbewerben dreimal unter den besten 30, wobei ein 19. Rang seine beste Platzierung war. Bundestrainer Stefan Horngacher ist zufrieden: „Moritz Baer und Pius Paschke machen ihre Sache gut und verstärken unser Team.“

Teilnahme an der WM 2021 ist ein erklärtes Ziel

Baer selbst setzt sich nicht unter Druck. „Genießen und positiv denken“, lautet seine Devise. Im Kreise der Mannschaft fühlt sich der 22-Jährige richtig wohl: „Den Andi Wellinger kenne ich schon aus der Zeit am Christopherus-Gymnasium in Berchtesgaden. Und mein Zimmerkollege ist Constantin Schmid.“ Große Chancen, eine gute Rolle bei der Tournee zu spielen, sieht der Lenggrieser insbesondere für Karl Geiger. Zu den Favoriten zählt er den Titelverteidiger und im Weltcup führenden Japaner Ryoyu Kobayaski, den Österreicher Stefan Kraft sowie den zweifachen Tourneesieger aus Polen, Kamil Stoch.

Persönliche Ziele sind für Baer die Teilnahme an den Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf und ein Jahr später die Olympischen Winterspiele in Peking. „Aber da ist es noch weit hin. Jetzt konzentriere ich mich voll auf die Tournee und hoffe natürlich, ohne Verletzungen über die Saison zu kommen.“ 

Quelle: Hans Demmel – Münchner Merkur vom 27.12.2019

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