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Gmunder Skisprungtalent holt Deutschen Meister-Titel

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Moritz Baer, der für die Sportfreunde Gmund im Jugendkader des DSV springt ist in Lausca (Thüringen) Deutscher-Jugend-Meister im Teamwettbewerb geworden. Moritz gelang dieses Husarenstück mit dem Team Bayern 1 (Tim Hahne/Ruhpolding, Moritz Echsler/Partenkirchen und Fabian Seidl/ SC Auerbach) Vorausschauend war schon am Samstag in Lauscha ein sogenannter „Vorrats-Durchgang“ durchgezogen worden, der dann für die Mannschaftsmeisterschaft herangezogen werden konnte, da Neuschnee und Wind einen fairen Wettkampf am Sonntag unmöglich machten.

Auch in der Einzelwertung konnte sich Moritz Baer über einen hervorragenden 5. Platz freuen. Mit Weiten von 94,5 m und 99 m lag er in Summe nur 1 m hinter dem 3. Platz und erhielt außerdem die besten Haltungsnoten von allen Teilnehmern.

Dies ist der größte Erfolg eines Spezialspringers der Sportfreunde seit Bestehen der Sparte. Damit hat Moritz gezeigt, dass sich auch ein Ein-Mann-Team in der Sprungelite durchsetzen kann.

Matten-Schanzen wie sie mittlerweile auch in Gmund im Gespräch sind, sind Grundvoraussetzung dafür, derartige Talente übers Jahr ausbilden zu können. In weiterführenden Stützpunkten wie Berchtesgaden können sie sich dann unter erfahrenen Trainern weiter entwickeln und behutsam an die nationalen und internationalen Wettkämpfe herangeführt werden.

Moritz Baer will in den Weltcup reinschnuppern

Skispringer Moritz Baer aus Gmund ist mit seiner Saison zufrieden. Für nächstes Jahr hat der 19-Jährige große Pläne

Gmund – Weltcup, Weltmeisterschaften und Olympia sollen es auf lange Sicht werden – was die Ergebnisse angeht, ist Skispringer Moritz Baer aus Gmund auf einem guten Weg. Erst kürzlich sprang der 19-Jährige beim FIS Cup, quasi der internationalen dritten Liga, im japanischen Sapporo auf Rang zwei.

Wenn Baer vor einem Sprung auf den Balken ganz oben auf der Schanze rutscht, hat er weder Angst noch Respekt – nicht mehr. „Als ich zum ersten Mal oben auf der Großschanze stand, hatte ich ganz schön die Hosen voll“, erinnert sich Baer und lacht. Die Nervosität hatte aber schnell ein Ende. „Sobald du unterwegs bist, gibt es kein Zurück mehr. Bremsen kannst du ja schlecht.“ Stattdessen heißt es locker bleiben und laufen lassen. Zumindest dann, wenn die äußeren Bedingungen passen, sind die Sprünge mittlerweile Routine.

Die Faszination Skispringen hat der 19-Jährige im Urlaub für sich entdeckt. Im norwegischen Lillehammer. „Das wollte ich machen, das ist für mich so mit der coolste Sport, den es gibt.“ Zudem gibt es nur ganz wenige, die diese Sportart betreiben. Im Oberland ist Baer gar der einzige seiner Art. Die Skisprungzunft im Landkreis ist vom Aussterben bedroht. „Das liegt daran, dass es im Oberland keine Schanzen mehr gibt“, sagt Baer. Wo soll also der Nachwuchs herkommen? „Und wenn du tatsächlich jemanden findest, der das machen will, dann ist das mit einem enormen Fahraufwand verbunden.“